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Ausbildung zum Schiffsmechaniker in Emden: Jeder Tag ist anders!

Timm Ocken Ausbildung zum Schiffsmechaniker in Emden

Du möchtest mehr von Timm und seiner Ausbildung zum Schiffsmechaniker
in Emden sehen? Wir haben ein kurzes Video für dich: Menschen & Berufe

Mit neun Jahren entdeckte Timm Ocken seine Faszination für Schiffe und die See. Jetzt wird er Schiffsmechaniker in Emden.

Timm Ocken war erst neun Jahre alt, als die Seefahrt zu seiner Leidenschaft wurde. Das war 2009, als die Fregatte „Emden“ im Hafen von Emden lag. Sein Vater kannte den damaligen Kommandanten und konnte so eine private Führung über das Schiff organisieren. Der Kommandant begrüßte Familie Ocken und setzte Timm seine Kapitänsmütze auf. „Das war ein ganz besonderer Moment in meinem Leben“, sagt der 21-Jährige heute. Seitdem lässt ihn die Faszination Schifffahrt nicht los.

Die Ausbildung zum Schiffsmechaniker in Emden lag für Ocken nahe. Nach seiner Fachhochschulreife bewarb er sich bei der AG Ems. Das Fährunternehmen stellt unter anderem den Transport von und zur Nordseeinsel Borkum sicher. „So ein Schiff ist schon ein technisches Wunder“, sagt Ocken.

Die Ausbildung zum Schiffsmechaniker in Emden ist sehr vielseitig

Am meisten reizt ihn die Abwechslung in seinem Beruf. „Jeder Tag ist anders“, sagt er. Schiffsmechaniker kümmern sich nicht nur darum, dass die Technik an Bord funktioniert, sondern auch um das Be- und Entladen der Fähren. Außerdem steuern Sie das Schiff auf See. „Der Kapitän trägt die ganze Verantwortung für das Schiff und dessen Besatzung. Im Borkumverkehr führt er die An- und Ablegemanöver in den Häfen durch. Desweitern ist er für die Fahrkartenkontrolle der zu befördernden Autos, LKW und Fahrräder zuständig. Der erste Offizier fährt das Schiff in Emden in den Hafen und wieder raus auf die Ems. Vor Borkum manövriert er das Schiff durch die ‚Fischerbalje‘ zum Hafen hin und nach dem Ablegen wieder zurück auf die Ems. Weiterhin ist der erste Offizier für die Fahrkartenkontrolle der Fußgänger zuständig. Wenn das Schiff dann draußen auf Kurs ist, unterstützen die Schiffsmechaniker als Rudergänger.“, erläuterte Timm Ocken.

„In dieser Ausbildung sollte man kein Langschläfer sein“, sagt Ocken, „Im Normalfall beginnt unser Arbeitstag um 7 Uhr. Dann wird die Fähre für die Abfahrt vorbereitet.“

Karrieremöglichkeiten nicht nur auf See

„Der Beruf eröffnet einem viele Möglichkeiten“, sagt Ocken, „Neben einer Karriere als Schiffsmechaniker auf See ist es auch möglich später an Land auf einer Werft zu arbeiten. Außerdem sind ein Nautik- oder Maschinenbaustudium möglich. Sogar der Weg zum Kapitäns-Patent steht mit der Ausbildung zum Schiffsmechaniker offen.“

Wie es nach der Ausbildung für Ocken weitergehen soll, weiß er noch nicht genau. „Wie gesagt, der Moment als mir der Kommandant der Fregatte Emden mit 9 Jahren seine Kapitänsmütze aufgesetzt hat, war schon sehr prägend“, sagt er. Darum könnte er sich vorstellen, ein freiwilliges Jahr bei der Marine der Bundeswehr abzuleisten. Und dann? „Mal schauen. In zehn Jahren wäre es schön eine Familie zu haben und irgendwo in der maritimen Wirtschaft in Ostfriesland zu arbeiten“, sagt er.

Noch sind es Träume. Und sie sind wichtig. Denn sie geben dem Leben eine Richtung und ein Ziel. „Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Boot ohne Segel“, heißt es in der Seefahrt. „Und da ist auch was dran“, sagt Ocken.

Stefan Claus, Mai 2021
IHK für Ostfriesland und Papenburg

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