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Auf Umwegen zum perfekten Beruf – eine Kauffrau im Einzelhandel

Auszubildende Kauffrau im Einzelhandel lacht mit einem Eierkarton in der Hand, vor sich Eierpappen mit braunen Eiern darin

Patrycja wird Kauffrau im Einzelhandel

Die angehende Kauffrau im Einzelhandel Patrycja hat früher als Quereinsteigerin im Verkauf gearbeitet. Dabei hat sie schnell erkannt, dass ihr eine Ausbildung eine gute Möglichkeit bietet, sich beruflich weiterzuentwickeln. Über eine Anzeige wurde die 36-Jährige auf den Geflügelhof Schönecke in Neu Wulmsdorf aufmerksam. Beim Vorstellungsgespräch bot sich ihr dann die Chance auf eine vollwertige Berufsausbildung.

Inzwischen ist Patrycja bereits im dritten Lehrjahr. Genauso wie in der  Berufsschule lernte sie in ihrer praktischen Arbeit mit Herausforderungen im Berufsalltag umzugehen. „Dabei bekommt man oft die Gelegenheit, seine Teamarbeit und Koordination, Motivation und Kommunikation unter Beweis zu stellen“, sagt Patrycja. „Und in diesen Bereichen lernt man einfach nie aus.“

Mit Mitte 30 eine Ausbildung starten

Anfangs ist sie sechs Monate später als der damalige Jahrgang in die Ausbildung eingestiegen. Denn sie war 34 Jahre alt und Mutter einer jugendlichen Tochter. Und ihre Mitschüler waren deutlich jünger, im Durchschnitt 17 Jahre alt. „Dass man unter diesen Voraussetzungen einen etwas turbulenten Start vor sich hat, kann sich jeder bestimmt sehr gut vorstellen“, so Patrycja. Doch ihre Sorge war unbegründet.

Das Unternehmen und ihre Kollegen halfen ihr dabei, alle Unsicherheiten zu bewältigen. Dann ging es für Patrycja richtig los: Kundenbetreuung, Verkauf und Stressbewältigung – Dinge, die sie schnell zu schätzen lernte. „Ich liebe die Praxis, den Kontakt zu den unterschiedlichen Kunden, die stressigen und zum Teil entspannenden Situationen.“ Aber ihr Beruf als Kauffrau im Einzelhandel ist weit mehr als das.

vielfältige Aufgaben in der Ausbildung

Zu Patrycjas Aufgaben gehört auch, die Lebensmittel ansprechend anzurichten oder teilweise sogar selbst herzustellen, sie bedient die Kasse und achtet stets auf Ordnung und Hygiene im Laden. Damit sie ihre Kunden bestmöglich beraten kann, muss Patrycja sich mit allen Produkten auseinandersetzen und genau auskennen. Besonders Spaß macht ihr, den Verkaufstresen aufzubauen und zu gestalten.

Doch auch in der Berufsschule produziert sie selbst Lebensmittel, was immer eine spannende Aufgabe ist. Dankbar ist Patrycja vor allem dafür, dass Berufsschule und Betrieb ihr längere Praktika im Ausland wie Frankreich und Österreich ermöglichen.

Absolut empfehlenswert

Sie kann die Ausbildung jedem empfehlen, der sich für Lebensmittel oder den Verkauf interessiert. Jungen Leuten, die nach einer Ausbildung suchen, möchte Patrycja mit auf den Weg geben, niemals den Kopf hängen zu lassen oder die Ausbildung gleich abzubrechen. „Verliert nicht die Motivation, falls es einmal schwierig wird“, sagt die 36-Jährige, „seid anderen gegenüber offen und ganz wichtig: lächeln!“

 

März 2020
Basti Müller, Kumst Media

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