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Von der Ausbildung zur Industriekauffrau zum Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung

Jana in Ritterhude macht ihren Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung

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Jana ist Industriekauffrau und hat mit Weiterbildungsstipendium und Auslandsaufenthalt ihren Bachelor Professional Bilanzbuchhaltung absolviert

Jana hat die Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Lubrizol Deutschland GmbH in Ritterhude absolviert. Aber nicht nur das. Sie hat auch die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten genutzt und war während ihrer Ausbildung sogar im Ausland. Uns hat sie von ihrem spannenden Weg erzählt.

Was ist das Besondere an diesem Beruf?

Nachdem ich mich für die Ausbildung und gegen ein Studium entschieden hatte, war es für mich wichtig, dass meine Ausbildung möglichst vielfältig ist. Als Industriekauffrau lernt man alle bedeutenden Abläufe innerhalb eines Industrieunternehmens kennen, sodass man anschließend einen Überblick über einen Großteil des betrieblichen Geschehens hat. Schon während meiner Ausbildung bei Lubrizol habe ich herausgefunden, welche Abteilungen mir liegen und welche nicht. Und oft überrascht man sich auch selbst damit, welche Bereiche einem besonders Spaß machen. Für mich hieß es nach der Ausbildung: Buchhaltung.

Welchen Rat gibst Du Schüler*innen, die sich für eine Ausbildung interessieren?

An meiner früheren Schule wurde die Ausbildung fast gar nicht vorgestellt, sondern nur die Möglichkeit, studieren zu gehen. Ich bin froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, selbst etwas zu recherchieren. Denn ein Studium wäre nichts für mich gewesen. Außerdem erkennt man so auch schnell, ob man auch Spaß an dieser Art von Beruf hat. Für mich war schon nach den ersten Monaten klar, dass die Ausbildung zur Industriekauffrau das Richtige für mich ist. Daraufhin konnte ich mich dann sicher für meinen weiteren Weg und die Weiterbildung zum Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung entscheiden.

Du hast auch eine Zusatzausbildung zur Europakauffrau gemacht. Was kann man sich darunter vorstellen?

Die Zusatzausbildung zur Europakauffrau findet neben der Ausbildung zur Industriekauffrau statt und besteht aus Unterricht zum internationalen Handel, zwei Sprachprüfungen und einem Auslandspraktikum während der Ausbildungszeit. Der Aufgabenbereich der Europakauffrau ergänzt die kaufmännische Ausbildung um Inhalte, die bei der Arbeit mit internationalen Geschäftsbeziehungen wichtig sind. Dazu gehören internationale Risiken, Rechte und Chancen.

Wie war Deine Zeit im Ausland? In welchem Land warst Du und wie lange?

Ich habe mein 3-wöchiges Auslandspraktikum in England verbracht. Es war sehr vorteilhaft, dass mein Ausbildungsbetrieb dort einen Standort hat, den ich besuchen konnte. Dadurch habe ich neben den Unterschieden im Arbeitsalltag auch noch ein viel besseres Verständnis für die Zusammenhänge in einem Konzern bekommen. Das Praktikum und auch die Freizeit, die ich in England verbracht habe, war sehr aufregend. Hin und wieder habe ich auch noch Kontakt zu den Kolleg*innen, die ich dort kennengelernt habe. Sorgen bezüglich der Sprache verfliegen vor Ort dann schneller als man denkt.

Du hast dann auch noch die Weiterbildung zur Bilanzbuchhalterin/ Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung absolviert? Warum hast Du dich dafür entschieden?

Nach meiner Ausbildung habe ich mich gefreut, dass ich in der Buchhaltung übernommen wurde. Ich wollte mich in diesem Gebiet auch noch weiterentwickeln. Mit dem Abschluss als „geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in (IHK) bzw. Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung“ habe ich einen in der Wirtschaft angesehenen Titel, der mittlerweile auch als Bachelorabschluss anerkannt ist. Auf diesem Weg erlange ich neben fundiertem Fachwissen auch die von einem Bilanzbuchalter geforderten Soft Skills wie Führungskompetenzen, die mir im Unternehmen viel weiterhelfen. Durch die Ausbildung zur Industriekauffrau habe ich auch eine perfekte Vorbereitung für den Kurs.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Ich mache meinen Bilanzbuchalter neben der Arbeit, das heißt dienstags und donnerstags vom 18 – 21 Uhr und samstags alle 2 Wochen. In dieser Form dauert die Weiterbildung 1 ½ Jahre, es gibt aber auch die Möglichkeit die Weiterbildung in Vollzeit zu machen. Für mich wäre ein Vollzeit-Studium nichts. Für mich funktioniert der Unterricht super neben meiner gewöhnlichen Arbeitszeit.

Musst Du etwas für die Weiterbildung bezahlen?

Ja, allerdings nur einen kleinen Anteil. Den Großteil finanziere ich über das Weiterbildungsstipendium der IHK. Aufgrund meiner Ergebnisse beim Ausbildungsabschluss habe ich mich für ein Stipendium qualifiziert, mit dem ich nach der Ausbildung meinen Ausbilderschein (AEVO) und auch meinen Bilanzbuchhalter machen konnte.

Januar 2022,
Meike Voigtsberger, IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum

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