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Gesundheits- und Krankenpfleger*innen: Ein intensiver Beruf, mit vielen schönen Momenten

Niklas und Marie Charlotte Klinikum Lüneburg Moin Future

Gesundheits- und Krankenpflege: medizinisches Know-How kombiniert mit empathischem Einfühlungsvermögen

Einblick in alle Bereiche

Die Gesundheits- und Krankenpflege ist sicherlich nicht nur ein spannendes Berufsfeld, sondern vor allem auch ein sehr umfangreiches. Auf der einen Seite geht es darum, die Arztvorgaben, wie Medikamentenverabreichung, gewissenhaft umzusetzen oder auch Wundversorgungen durchzuführen. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch, neben der originären Pflege auf die individuellen Patienten sehr persönlich und kommunikativ einzugehen.

Blick in den Alltag in der Gesundheits- und Krankenpflege

Marie Charlotte beschreibt ihren Alltag so: „Primär arbeiten wir in der Akutversorgung und sind zum Beispiel bei der Ärztevisite dabei und mit der umfassenden Pflege unserer Patienten beschäftigt. Aber wir bekommen während unserer Ausbildung auch Einblicke in den OP-Bereich, die Anästhesie, die Intensivpflege oder auch Notaufnahme und speziell hier am Krankenhaus haben wir zusätzlich die Möglichkeit, in kooperierenden Institutionen, wie beispielsweise der ambulanten Pflege oder Reha, ebenfalls tätig zu sein.“ „Es ist extrem umfangreich“, ergänzt Niklas: „Wir haben es mit Neugeborenen zu tun, mit Menschen, die einen Verkehrsunfall erlitten oder schwerwiegende Erkrankungen haben, bis hin zu Patienten auf der Palliativstation, die beim Sterben begleitet werden.“

Zusammenarbeit mit Spezialisten

In diesem Beruf hat man darüber hinaus zu sehr unterschiedlichen, spezialisierten Disziplinen Berührung. Man arbeitet mit Logopäden und Physiotherapeuten zusammen, mit Spezialisten, etwa aus der Radiologie, und vielen Fachrichtungen mehr, um im Zusammenspiel eine bestmögliche Genesung der Patienten zu erzielen. Ein Beruf, der sehr viel Abwechslung bietet, aber auch fordert.

schöne und emotionale Momente

„Wir lernen schon in der Berufsschule, dass wir Berufs- und Privatleben dringend trennen müssen und vor allem auch Techniken kennen, heftige Erlebnisse gut zu verarbeiten. Wir müssen lernen, dass der Tod dazugehört und in der Lage sein, ein Sterben zu akzeptieren, wenn nichts mehr gemacht werden kann. Dabei hilft es enorm, die ganzen positiven und schönen Ereignisse, wie zum Beispiel eine Geburt, für sich im Kopf zu bewahren. Bei diesem sehr speziellen Lernprozess werden wir hier im Krankenhaus auch sehr gut unterstützt“, erzählt Marie Charlotte. „Es passieren einfach sehr viele schöne und bewegende Geschichten, selbst auf der Palliativstation erleben wir viele Patienten, die ihren Humor behalten haben und positiv auf ihr Leben zurückschauen. Diese Erfahrungen, die wir hier gemeinsam machen, verbinden uns auch als Team auf eine wunderbare Art. Das gibt einem eben auch sehr viel Positives für das eigene Leben“, unterstreicht Niklas Schöniger noch einmal sein Empfinden.

Ein freiwilliges soziales Jahr

Beiden war schon sehr früh klar, dass sie gerne einmal diesen Berufsweg einschlagen möchten. Marie Charlotte fand die Mischung aus medizinischem Wissen und für andere Menschen da sein, wenn es drauf ankommt, schon immer sehr spannend. Nach dem Abitur machte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr und fühlte sich in ihren Erwartungen voll bestätigt, damit war ihre Entscheidung endgültig gefallen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist für sie, dass man nach dieser Ausbildung noch sehr viele Möglichkeiten hat, sich durch erweiterte Abschlüsse in unterschiedlichen Fach- und Berufsrichtungen weiter zu qualifizieren, so etwa für die Intensivpflege, für eine Managementfunktion in der Pflegedienstleistung oder in eine pädagogische Richtung.

Praktika haben überzeugt

Niklas hat schon sein Schulpraktikum genutzt, um in diesen Beruf hinein zu schnuppern und nach dem Abi ebenfalls noch ein Praktikum drangehängt: „Beide Praktika haben mich einfach bestätigt. Neben dem Spaß an diesem Beruf, hat mich aber dann auch vor allem überzeugt, wie vielfältig die Möglichkeiten der Weiterbildung und Karriereplanung mit dieser Ausbildung sind. Das war mir vorher nicht so bewusst. Diese Ausbildung ist eine tolle Grundlage für eine gute Lebensplanung.“

Fort- und Weiterbildungen

Ein Aspekt, der häufig tatsächlich übersehen wird, es gibt sehr viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und die Tätigkeiten in dieser Branche sind eben nicht nur abwechslungsreich, sondern auch vielfältig. Für Niklas Schöniger hat das Städtische Klinikum Lüneburg die richtige Größe für eine gute und fundierte Ausbildung: „Es gibt viele Fachbereiche und dadurch lernt man viele Krankheitsgeschichten und -verläufe kennen, es ist aber nicht so anonym wie ein Großklinikum in Hamburg oder Hannover. Ich denke, dadurch ist man dann auch schneller ins gesamte Kollegium integriert und das spürt man auch, man wird hier mit offenen Armen empfangen.“

Teamwork und Hobbys

Auch dass das Klinikum Lüneburg selbst Träger der Pflegeschule ist, ist für Marie Charlotte ein wichtiger Vorteil: „Dadurch ist alles gut aufeinander abgestimmt und es hilft einfach, wenn alle sich kennen. Auch wenn man neu in eine Abteilung kommt, sind alle Kollegen darauf bedacht, einen gut einzuarbeiten und bei Fragen bekommt man hier direkt Unterstützung.“ Was ihr ebenfalls gut gefällt ist, dass das Klinikum auch mal flexibel auf einen eingeht, so wird bei der Dienstplanung nach Möglichkeit Rücksicht genommen, wenn privat etwas Wichtiges ansteht. „Und man darf hier auch noch Hobbys haben“, schiebt sie mit einem fröhlichen Lachen hinterher. „Es ist auch toll, dass wir im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements über Partner des Klinikums, zum Beispiel aus dem orthopädischen Bereich, Trainings zum rückenschonenden Arbeiten bekommen oder Schulungen von professionellen Psychologen, mit wertvollen Tipps für unseren Alltag.“

Abwechslung und Adrenalin

Im Sommer steht für beide die Abschlussprüfung an und es gibt auch schon erste Pläne für die Zeit danach: Beide würden ihr erlerntes Wissen und Handwerk gerne erst einmal in der Zentralen Notaufnahme oder der Chirurgie vertiefen. Gerade in der Notaufnahme hat man es mit sehr unterschiedlichen Krankheitsfällen zu tun und man arbeitet hier sehr konzentriert und eng mit anderen Spezialisten zusammen, um schnell eine erste Diagnose und hilfreiche Erstversorgung zu gewährleisten. „Das ist eine sehr intensive und wertvolle Erfahrung, die man hier sammelt und damit eine sehr gute Grundlage, wenn man sich später auf eine Fachrichtung spezialisieren will“, erzählt Niklas Schöniger. Marie Charlotte sieht es genauso und fasst kurz und prägnant zusammen: „In der Notaufnahme oder in der Unfallchirurgie hat man eben viel Abwechslung und auch immer ein bisschen Adrenalin.“

Januar 2021
Frank Sill, Kumst Media

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