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Julian ist gelernter Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung: „Nach der Ausbildung hatte ich die Chance, eine eigene Abteilung zu gründen.“

Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen

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5 Fragen an Julian, gelernter Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung in Buxtehude (Ovelgönne).

1. Wie und wann bist Du auf Deinen Ausbildungsberuf gekommen?

Schon in jungen Jahren habe ich über eine Freizeitfußballmannschaft den Kontakt zu zwei älteren Mitspielern gehabt. Beide haben in Speditionen gearbeitet. Der eine war im LKW- und der andere im Luftfrachtbereich tätig. Ihre Erzählungen über den spannenden Alltag und die besonderen Herausforderungen, die Kunden teilweise stellen, haben mich immer fasziniert. Besonders begeistert haben mich die Geschichten über das Chartern ganzer Antonov Flugzeuge. Für besondere Projekte und die Organisation von Sonderfahrten, z.B. für die Automobilindustrie ist das möglich.

2. Wie bist du auf Deinen Ausbildungsbetrieb aufmerksam geworden?

Das kann man heute sicher kaum glauben, aber 2001 waren sowohl die Situation auf dem Ausbildungsmarkt als auch die Recherche nach potenziellen Ausbildungsbetrieben eine ganz andere.  Aufgrund meiner eher „durchschnittlichen“ schulischen Leistungen, habe ich zum Anfang einige Absagen erhalten. Schon immer war ich eher ein Praktiker. Danach habe ich tatsächlich das Telefonbuch aufgeschlagen und alle Speditionen im Süden Hamburgs abtelefoniert. Am Ende gab mir unser Seniorchef bei der EP Logistic GmbH nach einem persönlichen Kennenlernen die Chance, meinen Traumberuf zu erlernen.

3. Was ist das Besondere an diesem Beruf?

Es ist die Vielseitigkeit des Alltags.  Je nach Firma und deren Schwerpunkt gleicht kein Tag dem anderen. Gleichzeitig ist es die Vielfalt der Waren und Güter, die man transportiert. Am Ende ist es auch das Gefühl, Teil des gesamten Wirtschaftsprozesses zu sein. Ich erinnere mich noch gut an den Anfang meiner Ausbildung und den ersten Spanienurlaub in dieser Zeit. Im spanischen Supermarkt fand ich das Duschgel eines bekannten Konsumgüterherstellers und wusste, dass wir als Firma die gesamte Transportlogistik für dieses Produkt übernommen hatten. Damit meine ich teilweise schon im Rohstoffbereich vor der Produktion bis zum finalen Transport des Fertigproduktes nach Spanien.  Das machte mich schon ein bisschen stolz.

4. Welche Voraussetzungen sollte man für die Ausbildung mitbringen?

Auf jeden Fall sollte man ein gewisses Organisationstalent und Freude an Herausforderungen mitbringen sowie ein stückweit stressresistent sein. Es ist ein sehr abwechslungsreicher, herausfordernder Lehrberuf. Aber in der Speditionswelt gibt es wirklich noch echte „Typen“. Das macht das Ganze so besonders. Da man ständig mit Kunden, Kollegen und Partnern in Kontakt ist bzw. zusammenarbeitet, sollte man unbedingt ein Teamplayer sein und keine Angst vor dem Telefon haben. Englisch und Geographiekenntnisse sind natürlich auch von Vorteil.

5. Und wie ging es nach der Ausbildung weiter?

Ich bin meinem Ausbildungsbetrieb EP Logistic GmbH seit 20 Jahren treu geblieben. Ich habe diverse Weiterbildungen besucht und unter anderem meinen Verkehrsfachwirt bei der AHV nebenberuflich gemacht.

Nach der Ausbildung hatte ich die Chance, eine eigene Abteilung zu gründen. Dadurch ist es uns gelungen, unsere Firma von einem klassischen Lagereibetrieb mit eigenem Nahverkehr, zu einem international tätigen Logistikanbieter zu entwickeln.

Hinter uns liegen spannende Zeiten, in denen wir unsere Mitarbeiteranzahl verfünffacht, Lagerkapazitäten vervierfacht und noch eine neue Niederlassung in Sachsen mit einem eigenen Fernverkehr gegründet haben.

Für motivierte Auszubildende gibt es in der Logistikbranche immer exzellente Perspektiven und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Mittlerweile bin ich Speditionsleiter und Prokurist mit Führungsverantwortung. Was mir aber noch viel wichtiger ist: Ich stehe einem tollen Team vor, komme bis heute gerne zur Arbeit und kann mich 100% mit meinem Job identifizieren!

November 2021,
Meike Voigtsberger, IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum

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