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Vom Großkonzern in die Nordheide zum Traumjob

Auszubildender im E-Commerce Felix auf dem Boden sitzend mit Tablet in der Hand, neben sich eine Kaffeetasse und ein Motorrad

Felix wird Kaufmann im E-Commerce in Buchholz i.d.N.

Wer eine Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce macht, ist in einem ganz neuen Feld unterwegs. Denn den Ausbildungsberuf gibt es erst seit zwei Jahren. Hierbei gehört Felix zu den ersten Azubis, die diesen neuen Beruf erlernen. Erst im August 2018 hat er seine Ausbildung bei der ERC Emissions-Reduzierungs-Concepte GmbH in Buchholz in der Nordheide begonnen.

Seitdem beschäftigt sich der Abiturient mit digitalen Prozessen und Geschäftsmodellen. Dazu gehört zum Beispiel die Betreuung eines Online-Portals, auf dem sich Kunden anmelden und passende Additive für ihre Zwecke finden können. Kurz gesagt sind Kraftstoffadditive Zusatzstoffe für Benzin, Diesel, Heizöl und andere Kraftstoffe. Diese werden in geringen Mengen beigemischt, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern und andere zu verhindern. Denn Felix’ Ausbildungsunternehmen entwickelt und produziert diese Stoffe.

Nach der Schule um die Welt

Nach seinem Schulabschluss reiste Felix ein halbes Jahr lang durch Neuseeland. Doch wie sollte es danach beruflich weitergehen?

Jedenfalls jobbte er bei einem Automobilkonzern in Bremen und schrieb Bewerbungen. Unter anderem schrieb er eine für einen Ausbildungsplatz als Groß- und Außenhandelskaufmann bei einem großen Versandhaus in Hamburg. Daraufhin wurde er zu einem Assessment-Center eingeladen. „Dort habe ich zum ersten Mal vom Kaufmann im E-Commerce gehört“, sagt Felix, „Ich wusste direkt: Das ist etwas für mich.“ Und er begann gezielt nach Unternehmen zu suchen, die in diesem Ausbildungsberuf ausbilden.

Schließlich wurde er fündig, in Buchholz in der Nordheide, rund 35 Kilometer von seinem Wohnsitz entfernt. Wobei Kaufleute im E-Commerce  Produkte und Dienstleistungen im Internet verkaufen. Nach ihrer Ausbildung bauen sie Online-Shops auf, pflegen dort Produkte ein, analysieren Kennzahlen, entwickeln Marketingmaßnahmen oder programmieren und gestalten Webseiten.

Vielmehr arbeiten Kaufleute wie Felix zum Beispiel in Handelsunternehmen mit Online-Shops, im Internetversandhandel, bei Touristikunternehmen oder in Verkehrsbetrieben.

Ein Studium ist möglich

Felix spielt mit dem Gedanken, nach seiner Ausbildung noch zu studieren. „Vielleicht etwas im Bereich E-Commerce oder Informatik“, sagt der 22-Jährige, „Die Ausbildung ist ein sehr guter Start ins Berufsleben. Mit einem Studium könnte ich mein Wissen noch etwas mehr spezialisieren. Aber noch steht nichts fest.“

Seine Ausbildung würde er jederzeit weiterempfehlen. „Meine Entscheidung dafür habe ich nie bereut.“ Von seinen Erfahrungen berichtet Felix auch als IHK-Ausbildungsbotschafter. Als Experte seines Berufs darf er an Schulen über seine Ausbildung sprechen und Fragen der Schüler beantworten. Auf Augenhöhe und ganz ungezwungen. Ende Januar hatte er seinen ersten Botschafter-Einsatz – mit einem selbst entwickelten Online-Quiz.

 

März 2020
Grit Preibisch, IHK Lüneburg-Wolfsburg

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